Bühler-Weber: "Hochgeländ" zwischen Riß und Umlach

Samstag, 9. September 2017: Tagesexkursion mit Margarete Bühler-Weber: Das Hochgeländ zwischen Riß und Umlach: Biberach-Lindele, Ummendorf, Eberhardzell, Unteressendorf.

Die Umlach, ein rechter Nebenfluss der Riß entspringt südwestlich von Füramoos und gehört zum Flusssystem der Donau. Das Quellgebiet kann nicht angefahren werden, aber von der Kreisstrasse 8031 aus kann man es gut erkennen. In Eberhardzell gibt es ein Rathaus, dass wie ein Schloss wirkt, aber als Pfarrhaus erbaut wurde und der Ortsmitte Eleganz verleiht. Der barocke Bau korrespondiert mit der Pfarrkirche St. Maria Dolorosa, die eigenwillig ihre Baugeschichte von der Romanik bis in die Moderne zeigt. Über den südlichen Rücken des Hochgeländs geht es hinüber nach Unteressendorf. Die hoch gelegene, mächtige Pfarrkirche St. Martin zieht in ihren Bann. Das große Portal an der Westfassade stammt noch aus der um 1200 erbauten Pfeilerbasilika. In Hochdorf gibt es eine Mittagspause. Schon 805 wurde Hochdorf erstmals erwähnt, heute gehört der größte Teil des Hochgeländs zu seiner Markung.

Das Hochgeländ war vor 2,5 Millionen Jahren noch ein weites Tal. Doch dann änderte sich das Klima, es wurde kälter und in den Alpen wuchsen Gletscher so stark an, dass Gletscherzungen bis in den Raum Biberach reichten. Das Hochgeländ-Tal wurde von dem Schmelzwasserzuflüssen mit Schotter zugeschüttet. Erst viel später gruben sich in die in den Eiszeiten geschaffene weite Hochfläche wieder Flüsse und Bäche ein und zerlegten sie in einzelne Riedel – einer der markantesten ist das Hochgeländ. Weiter geht die Fahrt wieder zurück ins Umlachtal an Fischbach vorbei nach Ummendorf. Schon im Mittelalter war der Ort Sitz eines Adelsgeschlechts. 1554 erwarb der aus Augsburg stammende Handelsherr und Kaiserliche Rat Matthias Manlich die Herrschaft. Bald begann er mit dem Neubau eines Schlosses. Die zwei kleinen Seitenflügel wurden später abgebrochen, doch das Haupthaus atmet mit seinem hohen Dach, den beiden Türmen und der Nischengliederung der Giebel den Geist der Erbauungszeit. Heute ist das Schloss ein Kulturzentrum. Die Pfarrkirche St. Johannes Evangelist wurde nach einem Brand Anfang des 19. Jahrhunderts im Empirestil ausgestattet. Als größten Schatz hütet die Kirche eine Madonna von Hans Multscher.

Da Schloss und Kirche wegen einer großen Hochzeit belegt sind gibt es ein Alternativprogramm mit einem kleinen Spaziergang auf den Kreuzberg. Gute Schuhe werden empfohlen. In Biberach kann in der schönen Altstadt bei einem Spaziergang, einem Eisbecher oder einem Glas Wein der interessante Tag ausklingen.

Busfahrt. Balingen, 7.00 Uhr an der Stadthalle. Albstadt-Ebingen, Busbahnhof, 7.30 Uhr. Umlage 35,00 Euro für Fahrt, Eintritte und Führungen.



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