Groh: Dettingen, Rottenburg, Horb - Grafschaft Hohenberg

Samstag, 22. Juli 2017: Tagesexkursion mit Wilfried Groh: Dettingen/Neckar und die Fürstäbte von Muri. Rottenburg und Horb in der vorderösterreichischen Grafschaft Hohenberg.

Anmeldung direkt an den Reiseleiter, Wilfried Groh, Telefon 07431-6537, per Email an:wilfried.groh [at] t-online.de oder über anfrage [at] heimatkundliche-vereinigung.de

Bei einer Führung durch die Altstadt von Horb, vom Rathaus über die Stiftskirche an vielen historischen Bauten vorbei bis hin zur Liebfrauenkapelle wird die Geschichte dieser malerisch gelegenen Stadt lebendig gemacht. Die Stadtgründung erfolgte vor 1227 durch die Pfalzgrafen von Tübingen. 1302 kam Horb durch Heirat an Graf Burkhardt IV. von Hohenberg. Graf Rudolf III. von Hohenberg gründete 1387 das Horber Chorherrenstift und so wurde aus der Heilig-Kreuz-Kapelle die Stiftskirche Heilig Kreuz. Mit dem Verkauf der Grafschaft 1381 an Österreich gehörte Horb bis 1806 zu Vorderösterreich. Die Liebfrauenkapelle hat ihren Ursprung in einer Burgkapelle der Burg Herrenberg der Edelfreien von Horb und war später zeitweilig Klosterkirche. Anschließend geht es in den Horber Stadtteil Dettingen. 1706 erwarb das Kloster Muri die Herrschaft Glatt, zu dem auch das Dorf Dettingen gehörte. 1746 wurde dort von Fürstabt Gerold I. ein neues barockes Schloss erbaut, das heutige Rathaus. Doch zuvor schon ließ der Fürstabt eine neue Kirche bauen, die 1747 eingeweiht wurde. Im katholischen Dettingen konnte im 19. Jahrhundert der Pietismus Fuß fassen, was dazu führte, dass sich eine evangelische Kirchengemeinde mit eigener Kirche und Pfarrhaus bildete. Am Nachmittag geht es nach Rottenburg, wo in einem Spaziergang die Rottenburger Altstadt erkundet wird. Die Stadtgründung erfolgte durch Graf Albert II. von Hohenberg um 1280 auf dem Ruinengelände der römischen Siedlung Sumelocenna. Doch die frühmittelalterlichen Siedlungsräume waren das nordöstlich gelegenen Sülchen und jenseits des Neckars Ehingen, wo sich auch die Stiftskirche St. Moriz mit der Hohenberger Grablege befindet. Bereits ein Jahrhundert später verkauft der Urenkel des Stadtgründer Graf Rudolf III. die gesamte Grafschaft im Jahre 1381 an Herzog Leopold III. von Österreich. Bis 1806, also 425 Jahre lang, war die Grafschaft Hohenberg mit dem Verwaltungsmittelpunkt Rottenburg Teil von Vorderösterreich. Von 1454 bis 1482 residierte Erzherzogin Mechthild in Rottenburg und verlieh ihm den Glanz eines Musenhofes. Ihr Sohn aus erster Ehe, Graf Eberhard im Bart gründete mit ihrer Unterstützung 1477 die Universität Tübingen. Als Rottenburg zu Württemberg kam, wurde es 1821 Bischofsstadt und die Pfarrkirche St. Martin zum Dom. Zum Schluss geht es mit dem Bus zum Friedhof bei der Sülchen- Kirche, der Grablege der Bischöfe. Auf dem Friedhof wird das Ehrengrab von Joseph Eberle, dem berühmten Mundartdichter Sebastian Blau, besucht.
Busfahrt. Albstadt-Ebingen, Busbahnhof, 7.00 Uhr. Balingen, Stadthalle, 7.20 Uhr. Umlage 35,00 Euro für Fahrt, Eintritte und Führungen.


 



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