Dr. Walther: Kriegsende 1918 im Oberamt Balingen

Mittwoch, 14. November 2018: Vortrag mit Dr. Michael Walther: Kriegsende 1918 im Oberamt Balingen
Das Ende des Ersten Weltkriegs stellt in vielerlei Hinsicht eine epochale Zäsur dar. Allerdings greift das Schlagwort des amerikanischen Historikers George F. Kennan von  der „Urkatastrophe“ des 20. Jahrhunderts zu kurz, da es sich aus dem Wissen der nachfolgenden Generationen speist. Denn ohne den Ersten Weltkrieg ist weder das Aufkommen des deutschen Nationalsozialismus, noch die Machtergreifung der russischen Bolschewiki erklärbar. Zu den oftmals übersehenen Folgen gehört aber auch die Unabhängigkeit einer Reihe europäischer Staaten, darunter Finnlands oder Polens. Und in Deutschland zog der verlorene Krieg die Errichtung der ersten parlamentarischen Demokratie und die Einführung des Frauenwahlrechts nach sich. Ein ähnliches Szenario ist in Bezug auf die Entwicklung des Sozialstaates zu beobachten. Auf der einen Seite führten vier Jahre Krieg und Blockadepolitik der Entente zu einer Verarmung weiter Bevölkerungskreise. Auf der anderen Seite waren die soziale Probleme und deren Folgelasten Auslöser für die  Erweiterungen und Verbesserungen sozialer Leistungen, zunächst durch die Städte. Wie sahen diese politischen und sozialen Umbrüche im Oberamt Balingen aus? Auf der Grundlage von Gemeinderatsprotokollen, Tageszeitungen und den Aufzeichnungen zweier Zeitzeugen, von Louis Landerer aus Balingen (1872 – 1941) und von Gottlob Friedrich Hummel (1869 - 1952) aus Ebingen, wird den Ereignissen der Jahre 1918 und 1919 nachgegangen.

20.00 Uhr. Balingen, Landratsamt Zollernalbkreis (Sitzungssaal), Hirschbergstr. 29. Der Eintritt ist frei.
 

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