Dr. Zekorn: Burgruine Oberhohenberg

Sonntag, 14.8.2022: Halbtagesexkursion mit Dr. Andreas Zekorn: Stadt und Burgruine Oberhohenberg – Stammsitz der Grafen von Hohenberg.

Vom Stammsitz der Grafen von Hohenberg sind nur noch Ruinen übrig. Von ihrer historischen Bedeutung her kommt der ehemaligen Burg ein ähnlicher Wert zu wie der Burg Hohenzollern. Hervorgegangen ist das Geschlecht als ältere Linie der Grafen von Zollern unter dem neuen Namen Hohenberg um das Jahr 1179. Die Hohenberger bildeten ein umfangreiches Territorium ausgehend von der Burg über Haigerloch bis nach Rottenburg. Die Burg selbst entstand in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts. Das Bauwerk liegt auf einem Felsplateau über 1 000 m ü. NN und ist damit eine der höchstgelegenen Burganlagen Deutschlands. Wie Ausgrabungen und Rekonstruktionen belegen, war sie zu einer mächtigen Festungsanlage ausgebaut worden. Vornehme Besucher konnten hier empfangen werden, wie 1286 König Rudolf von Habsburg, der mit Gertrud (Anna) von Hohenberg verheiratet war. Graf Albrecht II. von Hohenberg war ein enger Weggefährte und Vertrauter des Königs, seines Schwagers, und ein bedeutender Staatsmann, der sich auch als Minnesänger hervortat. Unterhalb der Burg lag das Städtchen Hohenberg. Es war eine typische Burgstadt, die zur Versorgung der Wehranlage diente und in der Handwerker, Händler und Soldaten lebten. Nachdem die Grafen von Hohenberg ihre Grafschaft 1381 an Habsburg verkauft hatten, wurden Burg und Städtchen Hohenberg verschiedentlich verpfändet. Um 1448 hieß der Pfandinhaber Jost von Hornstein, der in Fehde mit der Reichsstadt Rottweil lag. In diesem Zusammenhang belagerten die Rottweiler die Burg und zerstörten sie im Jahre 1449. Das Städtchen ging nach der Zerstörung der Burg ab. Auf einer kleinen Rundwanderung werden die Ruine und die Überreste des Städtchens besucht. Da der Weg zum Teil steil ansteigt, sollte man gut zu Fuß sein und für die Besichtigung gutes Schuhwerk tragen.

15.00 Uhr, Treffpunkt Wanderparkplatz Oberhohenberg, Schömberg-Schörzingen (gutes Schuhwerk notwendig), 

Achtung: Zufahrt zum Wanderparkplatz ggfls. nur über Deilingen möglich

Teilnahme frei, Anmeldung erforderlich, Teilnehmerzahl begrenzt auf 25 Personen.

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