Zundel: Schloss Meßkirch - Campus Galli

Sonntag, 10.6.2018: Tagesexkursion mit Bettina Zundel. Schloss Meßkirch – Campus Galli.
Die Exkursion führ zunächst zum ehemaligen Schloss der Grafen von Zimmern, das in seinen Ursprüngen bis in die Jahre um 1400 zurückreicht. Dort besuchen wir die Kreisgalerie im Schloss Meßkirch mit entsprechenden Künstlern. Die Präsentation an Kunstschätzen birgt in sechs Abteilungen ausgewählte Werke aus der Kunstsammlung des Landkreises Sigmaringen mit einer Bandbreite von der gotischen Plastik und barocken Altartafelbildern bis zu Werken zeitgenössischer Kunstschaffender. Kunstsammlung und Kreisgalerie gewinnen ihr besonderes Profil durch drei Sammlungsschwerpunkte: Der aus Mengen stammende Kubist und Pionier des modernen Holzschnitts Gottfried Graf (1881 – 1938) ist neben Ölbildern und Aquarellen mit einem breiten Querschnitt von Holzschnitten und Radierungen vertreten. Zu dem in Sigmaringendorf aufgewachsenen Bildhauer Anton Hiller (1893 – 1985) kann die Kreisgalerie neben Bildhauerzeichnungen eine dichte Abfolge von Bronze- und Holzplastiken von figürlichen Anfängen bis hin zu einer weitreichenden Reduzierung von Form und Ausdruck im Alterswerk vorweisen. Dem in Herkunft und Jugend eng mit Sigmaringen und dem oberen Donautal verbundenen Maler Albert Birkle (1900 – 1986) ist ein dritter Schwerpunkt gewidmet, der neben Ansichten der heimischen Landschaft Werke im Stil des expressiven Realismus aus seiner wichtigsten Schaffensperiode in den 1920er Jahren enthält. Anschließend geht es zur ganz in der Nähe gelegenen Klosterbaustelle Campus Galli. Hier entsteht Tag für Tag ein Stück Mittelalter: Handwerker und Ehrenamtliche schaffen mit den Mitteln des 9. Jahrhunderts ein Kloster auf Grundlage des St.Galler Klosterplans. Dieser Plan ist weltberühmt, gezeichnet wurde er vor 1200 Jahren nicht weit entfernt, auf der Insel Reichenau. Hier bei Meßkirch erwacht nun ein Stück Geschichte zum Leben: ohne Maschinen, ohne modernes Werkzeug. Ochsen ziehen Baumstämme zur Baustelle, es werden Holzbalken mit Äxten behauen und aus der Schmiede ertönt der klingende Ton des Amboss. Alles muss von Hand gemacht werden, alles ist mühsamer und geht langsamer als heutzutage. Entlang des Rundwegs begegnen wir den Werkstätten der Handwerker und der Landwirtschaft. Im zentralen Bereich des Geländes befinden sich der Abbundplatz und die Holzkirche.

Busfahrt. Balingen, an der Stadthalle, 8.30 Uhr. Albstadt-Ebingen, Busbahnhof, 9.00 Uhr. Umlage 35,00 Euro für Fahrt, Eintritte und Führungen.
 

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